Estrich (im Niederländischen auch „Chape” genannt) ist eine ebene Mörtelschicht, die auf den Rohboden aufgebracht wird, um eine glatte und waagerechte Oberfläche für den endgültigen Bodenbelag zu schaffen. Der Estrich bildet das Bindeglied zwischen der Tragdecke und dem Belag (Fliesen, Laminat, Parkett).
Estricharten
Es gibt verschiedene Typen je nach Bindemittel und Anwendung:
- Zementestrich — der gebräuchlichste; eine Mischung aus Zement, Sand und Wasser
- Anhydritestrich — fließfähig aufgebracht, selbstnivellierend, ideal für Fußbodenheizung
- Gussasphaltestrich — schnell belastbar, wasserunempfindlich
- Trockenestrich — vorgefertigte Platten, die trocken verlegt werden
Anwendung
Estrich kommt in nahezu jedem Bauprojekt vor:
- Wohnungsbau — auf jeder Geschossdecke vor dem Verlegen von Fliesen oder Parkett
- Fußbodenheizung — die Heizrohre werden im oder unter dem Estrich verlegt
- Renovierung — um einen unebenen Untergrund auszugleichen
- Gewerbebauten — als Untergrund für industrielle Bodenbeschichtungen
Wichtige Hinweise
- Dicke — ein Zementestrich ist üblicherweise 5-8 cm dick
- Trocknungszeit — circa 1 cm pro Woche Trocknungszeit
- Schwinden — bei großen Flächen Dehnungsfugen einplanen, um Rissbildung zu vermeiden
- Entkopplung — bei schwimmendem Estrich wird eine Folie oder Dämmung zwischen Tragdecke und Estrich gelegt
Verwandte Begriffe
- Fußbodenheizung
- Bodenbelag
- Dämmung
- Nivelliermasse
- Rohboden
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