Eine Türschwelle ist der untere horizontale Teil eines Tür- oder Fensterrahmens, auf dem die Tür oder das Fenster aufliegt. Die Schwelle bildet den Übergang zwischen innen und außen (bei Außenrahmen) oder zwischen zwei Räumen (bei Innenrahmen). Sie ist eines der am stärksten beanspruchten Teile eines Rahmens, da sie ständig Feuchtigkeit, Schmutz und mechanischer Belastung ausgesetzt ist.
Arten von Schwellen
| Typ | Material | Anwendung |
|---|---|---|
| Natursteinschwelle | Blaustein, Granit | Außentüren, traditionelle Bauweise |
| Betonschwelle | Stahlbeton | Neubau, Gewerbegebäude |
| Holzschwelle | Hartholz (Meranti, Iroko) | Holzrahmen, Sanierung |
| Kunststoffschwelle | PVC, Verbundwerkstoff | Kunststofffenster |
| Aluminiumschwelle | Aluminium | Aluminiumrahmen, Schiebetüren |
Gefälle und Wasserableitung
Eine Schwelle muss immer ein Gefälle nach außen haben: mindestens 3-5%. Dies verhindert, dass Regenwasser nach innen läuft. Steinschwellen haben oft eine Wassernase an der Unterseite — eine kleine Rinne, die Wasser abtropfen lässt, bevor es die Fassade erreicht.
Schwelle einbauen — worauf achten
- Wasserdichter Anschluss — Dichtmasse oder EPDM-Profil zwischen Schwelle und Rahmen
- Gefälle prüfen — Waagerecht reicht nicht; die Schwelle muss nach außen abfallen
- Dilatation — 5-10 mm Abstand an den Seiten bei Steinschwellen (Wärmeausdehnung)
- Vollflächige Auflage — Die Schwelle muss über die gesamte Länge auf Mauerwerk oder Mörtel aufliegen
Häufige Fehler
- Kein Gefälle — Wasser steht auf der Schwelle und dringt nach innen
- Unterseite nicht abgedichtet — Feuchtigkeit kriecht durch Kapillarwirkung zwischen Schwelle und Mauerwerk
- Falsche Reihenfolge — Die Schwelle wird vor dem Rahmen eingebaut, nicht danach
Verwandte Begriffe
- Fensterrahmen
- Leibung
- Mauerwerk
- Gefälle
- EPDM