Eine Kettenbrücke ist eine Brücke, bei der zwischen den Ufern hängende Ketten, Kabel oder Seile sowohl das Geländer als auch die tragende Konstruktion bilden. In der einfachsten Form gibt es ein dickes Laufseil mit zwei Seilen in Hüfthöhe als Geländer; in schwereren Ausführungen tragen mehrere Metallketten einen hölzernen Laufbelag. Die Brücke hängt unter Last durch und kann mitschwingen, was an eine Hängematte erinnert.
Funktion
- Die Ketten sind fest in beiden Ufern oder in Widerlagern verankert
- Die Zugkräfte werden von den Ketten aufgenommen und zur Verankerung geleitet
- Der Laufbelag (Bretter oder ein Rost) hängt an den Ketten oder liegt auf ihnen
Anwendung
- Fußgängerbrücken über Flüsse, Schluchten und Klüfte, vor allem in bergigem Gelände
- Historische Brücken — die Kettenbrücke ist eine direkte Vorläuferin der modernen Kabelhängebrücke
- Freizeit — als abenteuerlicher Übergang in Parks und Naturgebieten
Zu beachten
- Die Brücke bewegt sich und federt; das erfordert eine gute Verankerung und ein sicheres Geländer
- Große Versionen ähneln einer Hängebrücke, doch bei einer echten Hängebrücke hängt das Fahrdeck an senkrechten Hängern unter einem Haupttragseil
- Metallketten brauchen Rostschutz und regelmäßige Inspektion
Verwandte Begriffe
- Hängebrücke
- Bogenbrücke
- Balkenbrücke
- Brücke
- Auskragung
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.