Eine Hohlkastenplatte aus Holz ist ein vorgefertigtes Bauelement aus hölzernen Rippen mit einer oder zwei Deckplatten, zwischen denen Hohlräume verbleiben. Die Teile werden konstruktiv verklebt zu einem steifen, leichten Ganzen, das als Decke oder Dach dienen kann. Bekannte Systeme bestehen aus Furnierschichtholz (LVL). Die Ausführung mit beidseitigen Deckplatten bildet ein geschlossenes Kastenelement; mit nur einer Deckplatte entsteht ein T-förmiges Element, das vor allem für Decken verwendet wird.
Eigenschaften
- Leicht — mit etwa 110 kg/m² ist eine hölzerne Hohlkastenplatte deutlich leichter als eine betonene Hohldiele (grob 250 bis 500 kg/m²)
- Große Spannweiten — je nach System sind Spannweiten bis etwa 20 Meter möglich
- Hoher Dämmwert — die Hohlräume können mit Dämmstoff gefüllt werden
- Nachwachsend — es ist ein biobasierter Baustoff mit natürlicher Holzoptik
- Luftdicht und aussteifend — das Element kann als aussteifende Scheibe in der Konstruktion wirken
Anwendung
Hölzerne Hohlkastenplatten werden im Holzbau sowohl für Flach- und Steildächer als auch für Geschossdecken verwendet. Decken können trocken mit einer Gipsfaserplatte oder nass mit einem Anhydrit- oder Zementestrich ausgeführt werden.
Zu beachten
- Holz ist feuchteempfindlich; eine sorgfältige Ausbildung der Anschlüsse und der Schutz während der Bauzeit sind wichtig
- Die Schalldämmung hängt stark vom Aufbau ab und fällt in der Regel geringer aus als bei einer Betonhohldiele; zusätzliche Maßnahmen wie ein schwimmender Estrich können erforderlich sein
Verwandte Begriffe
- Hohldielendecke
- Holzbau
- Holzrahmenbau
- Fertigteil
- Brettschichtholz
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