Eine Glättschicht ist die Putzlage, die nach dem Auftragen mit der Kelle oder dem Flächenspachtel eben abgezogen wird, sodass ein ebener Untergrund für die Endbeschichtung mit Spritzputz entsteht. Im Niederländischen heißt diese Lage meslaag, das zugehörige Verb messen — das Ebnen der noch frischen Schicht mit dem Spachtel.
Position im Schichtaufbau
Eine verputzte Wand oder Decke besteht aus mehreren Lagen:
- Grundierung oder Haftbrücke — verhindert, dass der Untergrund zu stark saugt, und sichert die Haftung
- Unterputz — gleicht Unebenheiten aus und bringt die Wand auf Stärke
- Glättschicht — dünn aufgetragen und eben abgezogen; sie bestimmt das Endergebnis
- Endbeschichtung — Spritzputz, Strukturputz oder glatt gefilzt für Anstrich und Tapete
Bei Spritzputz muss der Untergrund nicht spiegelglatt sein — die Struktur kaschiert kleine Unregelmäßigkeiten — aber er muss eben sein. Beulen und Mulden bleiben im Streiflicht sichtbar.
Praxistipps
- Nass in nass arbeiten: keine neue Bahn beginnen, wenn die vorige bereits angezogen hat, sonst entstehen sichtbare Ansätze
- Die Ebenheit mit einer Richtlatte von mindestens 2 m prüfen und mit einer Lampe im Streiflicht kontrollieren, bevor gespritzt wird
- Schichtdicke gleichmäßig halten; zu dick aufgetragener Putz reißt und löst sich ab
- Die Glättschicht vollständig trocknen und aushärten lassen, bevor gespritzt oder gestrichen wird; je nach Dicke, Temperatur und Lüftung dauert das mehrere Tage
- Auf glattem, dichtem Untergrund (Beton, Gipsblöcke) ist eine Haftgrundierung zwingend
Verwandte Begriffe
- Putz
- Unterputz
- Feinputz
- Spritzputz
- Abziehen
- Ausgleichsmasse
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