Baugrube ist eine ausgehobene Grube im Erdreich, in der das Fundament oder der Keller eines Gebäudes angelegt wird. Sie wird zu Beginn der Bauarbeiten hergestellt und muss standsicher und trocken gehalten werden.
Anwendung
Die Herstellung der Baugrube gehört zu den ersten und wichtigsten Arbeitsschritten auf einer Baustelle. Fehler in dieser Phase können schwerwiegende Folgen für das gesamte Bauwerk haben.
Herstellung
- Aushub: Der Boden wird mit Baggern bis zur geplanten Tiefe ausgehoben. Bei Kellern liegt die Tiefe typischerweise bei 2,5 bis 3 m.
- Böschung: Bei ausreichend Platz können die Seitenwände mit einer natürlichen Böschung abgesichert werden.
- Verbau: Bei beengten Verhältnissen oder tiefem Aushub wird ein Verbau (Spundwände, Berliner Verbau) eingesetzt, um die Seitenwände zu sichern.
- Sohle: Der Grubenboden wird verdichtet und als Gründungsebene vorbereitet.
Wasserhaltung
- Grundwasser: Liegt die Baugrube unter dem Grundwasserspiegel, muss das Wasser abgepumpt werden.
- Drainage: Drainagerohre leiten anfallendes Wasser gezielt ab.
- Regenschutz: Bei starkem Regen muss die Baugrube entwässert werden, um ein Aufweichen der Sohle zu verhindern.
Tipps für Heimwerker
Für kleinere Projekte wie Gartenmauern oder Carport-Fundamente reicht oft ein Minibagger. Achte darauf, dass die Grube mindestens 50 cm breiter ist als das geplante Fundament, damit genug Platz zum Arbeiten bleibt. Lasse die Baugrube nicht lange offen stehen, da Regen die Sohle aufweichen kann.
Verwandte Begriffe
- Fundament
- Schnurgerüst
- Arbeitsfuge
- Beton
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