Eine begehbare Dusche ist ein bodengleicher, schwellenloser Duschbereich, den man ohne Stufe betreten kann, meist ohne Duschwanne und manchmal ohne Tür. Das Wasser wird über ein Gefälle im Boden zu einem Ablauf geleitet. Die offene, schlichte Optik und die Barrierefreiheit machen die begehbare Dusche beliebt.
Merkmale
- Keine Schwelle — der Duschboden liegt bündig mit dem übrigen Badezimmerboden
- Gefälle — der Boden hat eine leichte Neigung zum Ablauf, damit das Wasser gut abläuft
- Ablauf — meist eine längliche Rinne (Duschrinne) oder ein Punktablauf im Fliesenboden
- Wasserschutz — oft nur eine Glaswand als Spritzschutz statt einer geschlossenen Kabine
Anwendung
- Barrierefreies Wohnen — durch die fehlende Schwelle auch mit Rollator oder Rollstuhl nutzbar
- Renovierung und Neubau — beliebt wegen des räumlichen, modernen Effekts
- Kleine Badezimmer — eine offene Dusche wirkt großzügiger als eine geschlossene Kabine
Hinweise zur Ausführung
- Abdichtung — unter den Fliesen gehört eine gute Abdichtung (Dichtband und Dichtschlämme), sonst dringt Feuchtigkeit in die Konstruktion
- Ausreichendes Gefälle — rechnen Sie mit etwa 1 bis 2 cm pro Meter zum Ablauf; zu wenig Gefälle führt zu Pfützen
- Ablaufkapazität — wählen Sie einen Ablauf, der die Duschmenge bewältigt
- Vertiefter Boden — bei einem Holz- oder dünnen Boden kann der Einbau von Ablauf und Gefälle zusätzliche Aufbauhöhe oder Anpassung erfordern
- Spritzwasser — platzieren Sie die Dusche so, dass Spritzwasser nicht ins ganze Bad läuft, oder nutzen Sie eine Glaswand
Verwandte Begriffe
- Nasszelle
- Gefälle
- Sanitär
- Wassersperre
- Fliesenarbeit
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