Ein Wellenkraftwerk ist eine Anlage, die die Bewegungsenergie von Meereswellen in elektrischen Strom umwandelt. Es ist eine Form erneuerbarer Energie, die die ständige Wellenbewegung von Meer und Ozean nutzt.
Wie funktioniert es?
Wellen enthalten viel Energie, weil sich das Wasser hebt und senkt und horizontal fortbewegt. Ein Wellenkraftwerk fängt diese Bewegung auf und treibt damit einen Generator an. Es gibt verschiedene Prinzipien:
- Oszillierende Wassersäule — Wellen drücken Luft in eine Kammer und wieder heraus; der Luftstrom treibt eine Turbine an
- Punktabsorber — schwimmende Bojen bewegen sich auf und ab und wandeln die Bewegung über ein Hydrauliksystem um
- Überlaufsysteme — Wellen strömen über eine Kante in ein Becken; das zurücklaufende Wasser treibt eine Turbine an
- Klappensysteme — am Meeresboden verankerte Klappen schwingen mit der Welle
Anwendung
Wellenkraftwerke werden vor allem an Küsten mit kräftigem, regelmäßigem Wellengang gebaut, etwa an der Atlantikküste. Sie können mit vorhandenen Küstenschutzbauten, Hafendämmen oder Molen kombiniert werden, was baulich vorteilhaft ist.
Vor- und Nachteile
- Vorteil — vorhersehbar und nahezu unerschöpflich, mit hoher Energiedichte
- Vorteil — kann an Bauwerke wie Dämme angegliedert werden
- Nachteil — die salzige, raue Meeresumgebung erfordert schwere, korrosionsbeständige Konstruktionen
- Nachteil — noch relativ teuer und selten großflächig eingesetzt
Verwandte Begriffe
- Nachhaltiges Bauen
- Gezeitenkraftwerk
- Küstenschutz
- Bauingenieurwesen
- Grüner Strom
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