Ein Rammgerät (auch Ramme genannt) ist die Maschine oder das Gestell, mit dem Gründungspfähle in den Boden geschlagen werden. Das Gerät hält den Pfahl in Position und führt den Rammbären, der mit Wucht auf den Pfahlkopf fällt. Ohne stabile Führung würde der Pfahl schief laufen.
Bestandteile
Ein modernes Rammgerät besteht in der Regel aus:
- Mäkler (Führungsmast) — die senkrechte, oft neigbare Führungsschiene
- Rammbär — das fallende oder angetriebene Gewicht, das den Schlag ausführt; hydraulisch, als Diesel- oder Freifallbär
- Rammhaube — das Zwischenstück, das den Schlag verteilt und den Pfahlkopf schützt
- Unterwagen — Raupen oder ein Ponton, damit das Gerät sich bewegen kann
Typen
- Raupen-Rammgerät — mobil an Land, am häufigsten verwendet
- Ponton-Rammgerät — für Arbeiten über Wasser
- Rüttler (Vibrationsramme) — Pfähle werden eingerüttelt statt geschlagen, geräuschärmer
- Bohrgerät — für im Boden hergestellte (gebohrte) Pfähle
Anwendung
Das Rammgerät wird eingesetzt bei:
- Pfahlgründungen — für Wohnhäuser, Gebäude, Brücken und Kaimauern
- Spundwänden — dem Einbringen von Stahl- oder Holzspundbohlen
- Baureifmachung — beim Bauen auf weichem Boden
Beim Rammen im bebauten Gebiet werden Erschütterungen und Lärm überwacht.
Verwandte Begriffe
- Pfahl
- Rammbär
- Rammhaube
- Rammprotokoll
- Pfahlgründung
- Spundwand
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