Was ist ein Fungizid?
Ein Fungizid ist ein pilzhemmendes beziehungsweise pilztötendes Mittel. Am Bau werden Fungizide eingesetzt, um Schimmel-, Algen- und Moosbewuchs auf und in Materialien zu verhindern.
Wie es funktioniert
Ein Fungizid tötet Pilze ab oder hemmt ihr Wachstum, indem es in deren Stoffwechsel oder Zellstruktur eingreift. Am Bau werden Fungizide Materialien wie Farbe, Holz, Fugenmasse, Putz und Fassadenbeschichtungen zugesetzt oder darauf aufgebracht. So bleibt die Oberfläche länger sauber und der Befall durch biologischen Bewuchs wird verzögert. Besonders an feuchten Stellen ist dies wichtig, etwa in Badezimmern, an wenig besonnten Nordfassaden und in Kellern. Holz wird fungizid behandelt, indem es imprägniert oder dauerhaft geschützt wird, wodurch es widerstandsfähiger gegen Holzfäule und Schimmel wird.
Anwendung
Fungizide werden sowohl vorbeugend als auch behandelnd eingesetzt. Vorbeugend verarbeitet man sie in Baustoffe oder Beschichtungen, um Bewuchs zu vermeiden; behandelnd trägt man sie auf eine bereits befallene Oberfläche auf, nachdem Schimmel oder Algen zuvor entfernt wurden. Da Fungizide zu den Bioziden gehören, gelten Vorschriften für Anwendung und Umwelt. Ein sinnvoller Einsatz verbindet ein Fungizid stets mit dem Beseitigen der zugrunde liegenden Feuchtequelle.
Verwandte Begriffe
- Holzfäule
- Imprägnieren
- Grundierung
- Schimmel
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