Ein Kippfenster (niederländisch “kiepraam”) ist ein Fenster, das an der Unterseite angeschlagen ist und dessen Oberkante nach innen kippt. So entsteht ein schmaler Spalt an der Oberseite des Fensters, durch den Luft hereinströmen kann, während Regen weitgehend draußen bleibt und keine Zugluft auf Augenhöhe steht. Es ist eine häufig genutzte Lüftungsstellung.
Funktion
- Unten sitzen die Scharniere, oben ein Ausstellmechanismus oder Scherenarm, der die Kippstellung begrenzt
- Das Fenster fällt unter einem kleinen Winkel nach innen auf
- Die Öffnung liegt hoch, sodass die einströmende Luft nach oben in den Raum geht
Anwendung
- Lüftung in Bädern, Küchen, Schlafzimmern und Toiletten
- Keller und Abstellräume — ein kleines Kippfenster zum Luftaustausch
- Teil eines Dreh-Kipp-Fensters — das eine gewöhnliche Drehstellung mit einer Kippstellung in einem Fenster verbindet
Zu beachten
- Ein Kippfenster im Erdgeschoss steht auf Spalt: aus Sicherheitssicht anfällig. Gegebenenfalls einen Spaltbegrenzer oder abschließbaren Beschlag verwenden
- Der Ausstellmechanismus muss die Kippstellung fest begrenzen, sonst kann Wind das Fenster beschädigen
- Zum Reinigen der Außenseite ist ein Kippfenster umständlicher als ein Drehfenster
Verwandte Begriffe
- Fenster
- Drehfenster
- Dreh-Kipp-Fenster
- Fensterrahmen
- Oberlicht
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