Ein Keller ist ein Raum in einem Gebäude, der ganz oder größtenteils unter dem Geländeniveau liegt. Keller werden für Lagerung, für technische Anlagen oder — immer häufiger — als vollwertiger Wohn-, Arbeits- oder Hobbyraum genutzt. Liegt der Raum nur teilweise unter dem Gelände und die Bodenhöhe knapp unter Straßenniveau, spricht man von einem Souterrain.
Bauliche Aspekte
Ein Keller hat immer mit Erd- und Wasserdruck von außen zu tun. Die Konstruktion muss diesem Druck standhalten und wasserdicht sein:
- Wasserdichte Konstruktion — oft eine „Betonwanne” aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) oder gemauerte Wände mit Abdichtung
- Erd- und Wasserdruck — die Wände wirken als Stützwand und müssen gegen Kippen und Undichtigkeit ausgelegt sein
- Auftrieb — unter dem Grundwasserstand kann ein leerer Keller wie ein Boot aufschwimmen wollen; das Eigengewicht und das Fundament müssen das verhindern
- Tageslicht — über ein Kellerlicht oder einen Lichtschacht
Anwendung
- Lagerung — Vorräte, Wein, Fahrräder, Technik
- Wohnraum — Homeoffice, Kino, Fitness oder zusätzliches Zimmer
- Tiefgarage — bei größeren Gebäuden
Zu beachten
- Der Grundwasserstand ist entscheidend: lass ihn und den Bodenaufbau durch eine Baugrunduntersuchung feststellen
- Wasserdichtigkeit ist wesentlich; eine nachträgliche Sanierung ist teuer und aufwendig
- Denke an die Lüftung, um Feuchtigkeit und muffige Luft zu vermeiden
Verwandte Begriffe
- Souterrain
- Fundament
- Baugrube
- Abdichtung
- Kellerlicht
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.