Ein Jersey Dutch House ist eine koloniale Hausform, die niederländische (sowie flämische und hugenottische) Siedler im 18. Jahrhundert im Raum New York und New Jersey errichteten. Kennzeichen ist das Gambreldach mit weit ausladender, leicht aufgeschwungener Traufe. Es ist ein amerikanischer Zweig der niederländischen Bautradition.
Merkmale
- Gambreldach — ein Satteldach mit je zwei Neigungen pro Dachfläche: unten steil, oben flacher. So entsteht mehr nutzbarer Raum unter dem Dach.
- Ausladende Traufe (flared eaves) — der untere Dachrand kragt weit aus und schwingt leicht auf; er leitet Regenwasser von der Fassade weg und schützt die Mauer.
- Naturstein — viele Häuser bestehen aus lokalem Sandstein, mit hölzernem Dachstuhl und Innenausbau.
- Niedriger, breiter Baukörper — oft anderthalb Geschosse, der Wohnraum teils unter dem Dach.
Anwendung
Der Stil lebt als historisches Erbe in Teilen der USA fort und inspirierte später das breitere Dutch Colonial Revival, in dem das Gambreldach neu populär wurde.
Zu beachten
- Für Freunde der Baugeschichte ein anschauliches Beispiel, wie eine europäische Bautradition sich an neues Klima und neue Baustoffe anpasste
Verwandte Begriffe
- Baustil
- Architektur
- Dachkonstruktion
- Fassade
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