Eine Zisterne ist ein unterirdischer, wasserdichter Speicher zum Auffangen und Aufbewahren von Regenwasser oder anderem Süßwasser. Zisternen werden seit Jahrtausenden in niederschlagsarmen Gebieten genutzt und gewinnen heute neue Bedeutung durch Wassereinsparung.
Funktionsweise
Eine Zisterne fängt Regenwasser über das Dach auf:
- Auffangen — Regenwasser fließt über Dachrinnen und Fallrohre in die Zisterne
- Filtern — ein Filter hält Laub und groben Schmutz zurück
- Speichern — das Wasser wird kühl und dunkel aufbewahrt, was Algenwachstum verhindert
- Entnehmen — über eine Pumpe wird das Wasser zu den Verbrauchsstellen geleitet
Anwendung
Zisternen werden historisch und modern eingesetzt:
- Historische Gebäude — unter Kirchen, Klöstern und Herrenhäusern
- Trockene Klimazonen — im Mittelmeerraum und Nahen Osten
- Moderne Wohnhäuser — als Regenwassersammler für Toilettenspülung und Gartenbewässerung
- Nachhaltiges Bauen — Bestandteil wassersparender Baukonzepte
- Landwirtschaft — Bewässerungswasser speichern
Materialien
Historische Zisternen waren gemauert und mit wasserdichtem Mörtel verputzt. Moderne Zisternen bestehen aus:
- Beton- oder Kunststofftanks
- Vorgefertigten Polyethylenbehältern
- Mauerwerk mit wasserdichter Beschichtung
Verwandte Begriffe
- Wasserspeicher
- Regenwasserableitung
- Drainage
- Keller
- Nachhaltiges Bauen
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