Ein Hebedach (niederländisch ‘hijsdak’) ist ein Dach oder Dachüberstand, an dem eine Vorrichtung zum Aufziehen von Lasten angebracht ist. Unter dem vorspringenden Dachteil hängt eine Hebevorrichtung, sodass Güter nach oben gezogen werden können, ohne nass zu werden.
Wo kommt es vor?
Das Hebedach ist vor allem von landwirtschaftlichen Gebäuden bekannt:
- Bauernhöfe und Scheunen — um Heu, Stroh und Viehfutter auf den Boden oder Heuberg zu heben
- Heuberge — wo der Überstand beim Aufziehen Schutz bietet
- Speicher — in der Stadt sieht man dasselbe Prinzip als Hebebalken mit Rolle über der Fassade
Das vorspringende Dach hält die Last und die Ladeöffnung trocken und schützt vor eindringendem Regen.
Wie funktioniert es?
- Oben im Überstand sitzt ein Hebebalken, eine Rolle oder ein Flaschenzug
- Über eine Ladeluke in der Fassade oder im Dach gelangt die Last nach innen
- Früher von Hand oder über ein Haspelrad, heute manchmal mit einem elektrischen Zug
Zu beachten
- Hebebalken und Befestigung müssen die Last sicher tragen; bei älteren Gebäuden prüfen lassen
- Der Überstand muss weit genug vorspringen, damit die Last frei von der Fassade bleibt
Verwandte Begriffe
- Hebebalken
- Ladeluke
- Dachüberstand
- Heuhaus
- Dachform
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