Ein Drehfenster ist ein Fenstertyp, der sich um eine vertikale Scharnierachse öffnet — vergleichbar mit einer Tür — und sowohl nach innen als auch nach außen schwingend ausgeführt sein kann. Es ist einer der häufigsten Fenstertypen und bietet eine große Lüftungsöffnung.
Wie funktioniert ein Drehfenster?
Das Fenster hängt an zwei oder drei Scharnieren an der Seite des Rahmens. Durch Drehen des Griffs wird die Mehrfachverriegelung gelöst, sodass der Flügel vollständig öffnen kann:
- Nach innen öffnend — üblich in deutschen und niederländischen Neubauten, leicht zu reinigen
- Nach außen öffnend — traditionell in England und alten Bürgerhäusern, kein Raumverlust innen
Bestandteile eines Drehfensters
- Rahmen — feste Einfassung in der Wand
- Flügel — der bewegliche Teil mit Verglasung
- Scharnier (Paumelle, Band) — Verbindung zwischen Rahmen und Flügel
- Griff und Schließwerk — Verriegelung mit Schließzapfen, die in den Falz greifen
- Anschlag und Dichtung — Abdichtung beim geschlossenen Fenster
Anwendung
Drehfenster kommen vor bei:
- Wohnzimmern — oft kombiniert mit einem festen Unterfenster
- Schlafzimmern — für kräftige Lüftung, manchmal als Dreh-Kipp-Fenster ausgeführt
- Küchen — für schnellen Luftaustausch
- Denkmälern — historische Bleiverglasung oft drehend ausgeführt
Unterschied zu anderen Fenstertypen
| Fenstertyp | Bewegung | Anwendung |
|---|---|---|
| Drehfenster | Vertikale Achse, Seite | Lüftung und Durchgang |
| Kippfenster | Horizontale Achse, unten | Sicheres Lüften |
| Dreh-Kipp-Fenster | Beide Bewegungen | Kombination |
| Klappfenster | Horizontale Achse, oben | Klassische Fassade |
| Schiebefenster | Horizontal oder vertikal schiebbar | Außenraum sparen |
Verwandte Begriffe
- Dreh-Kipp-Fenster
- Kippfenster
- Rahmen
- Fenster
- Scharnier
- Klappfenster
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