Ein Bordbrett (niederländisch kantplank) ist ein hochstehendes Brett, das entlang des Randes einer Arbeits- oder Gerüstfläche angebracht wird, um zu verhindern, dass Werkzeug, Baumaterial oder Füße über den Rand fallen. Das Bordbrett bildet so eine niedrige, geschlossene Aufkantung am Belagsrand und ist ein wichtiger Bestandteil der Absturzsicherung an einem Gerüst.
Funktion
Das Bordbrett hat zwei schützende Aufgaben:
- Verhindern herabfallender Gegenstände — Werkzeug oder Material kann nicht unbemerkt vom Gerüstbelag rollen und auf Personen darunter fallen
- Fußschutz — die Aufkantung hält ab, dass jemand mit dem Fuß über den Rand rutscht
Zusammen mit dem Geländer (Obergurt) und dem Zwischengurt bildet das Bordbrett den vollständigen Seitenschutz eines Gerüsts.
Anwendung und Regeln
Bordbretter sind an Gerüsten und Arbeitsflächen mit Absturzgefahr oder Gefahr herabfallender Gegenstände vorgeschrieben. Nach den Arbeitsschutzregeln muss ein Gerüstbelag mit Absturzgefahr mit einem ordnungsgemäßen Seitenschutz versehen sein: Geländer, Zwischenholm und Bordbrett. Das Bordbrett hat in der Regel eine Höhe von etwa 15 cm.
Zu beachten
- Bringen Sie das Bordbrett rundum an, auch an den Stirnseiten des Gerüsts
- Sorgen Sie dafür, dass das Brett fest sitzt und nicht wegrutschen kann
- Halten Sie die Arbeitsfläche außerdem frei von losem Material, denn das Bordbrett ist eine Ergänzung — kein Ersatz — für ordentliches und sicheres Arbeiten
Verwandte Begriffe
- Gerüst
- Absturzsicherung
- Arbeitsschutz
- Geländer
- Enger Raum
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