Durchstreichen ist ein Verfugungsverfahren beim Mauerwerk, bei dem die Fuge direkt mit dem Mauermörtel fertiggestellt wird, ohne dass nachträglich eine zweite Verfugung durchgeführt wird. Während des Mauerns wird der herausgepresste Mörtel sofort glattgestrichen, so dass eine geschlossene, gleichmäßige Fuge entsteht.
Wie funktioniert das Durchstreichen?
Beim Durchstreichen wird der zwischen den Steinen herausquellende Mörtel direkt nach dem Setzen des Backsteins mit einer Kelle oder einem Fugeisen abgestrichen. Die Fuge und das Mauerwerk werden in einem Arbeitsgang hergestellt. Eine separate Fugenmasse wird nicht verwendet.
Es gibt verschiedene Formen des Durchstreichens:
- Glatt durchgestrichen — die Fuge wird flach und glatt geglättet
- Zurückgesetzte Fuge — die Fuge wird etwas zurückgesetzt
- Wulstfuge — die Fuge wird leicht erhaben ausgeführt
Anwendung
Durchstreichen wird häufig angewendet, weil es:
- Schneller geht — ein zweiter Arbeitsgang entfällt
- Günstiger ist — weniger Arbeit und Material
- Für Innen- und Außenwände geeignet ist — bei ausreichender Mörtelqualität
Punkte, auf die zu achten ist
- Mörtelqualität — der Mörtel muss sowohl gut zum Mauern als auch zum Verfugen geeignet sein
- Witterungseinflüsse — bei Regen kann eine durchgestrichene Fuge ausgewaschen werden
- Ästhetik — für hochwertige Sichtarbeiten ergibt eine separate Verfugung oft ein schöneres Ergebnis
- Wasserdichtheit — eine korrekt durchgestrichene Fuge muss vollständig geschlossen sein
Verwandte Begriffe
- Fuge
- Mauern
- Mörtel
- Mauermörtel
- Fugenmörtel
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