Der Zentrierkonus und das Zentrierloch sind zwei aufeinander abgestimmte Bauteile, die beim Aufbau von Schalungen im Betonbau eingesetzt werden. Der kegelförmige Konus wird in das entsprechende Loch im benachbarten Schalungselement eingeführt, um eine exakte Ausrichtung der Paneele zueinander sicherzustellen.
Funktion im Schalungsbau
Beim Betonieren ist die millimetergenaue Ausrichtung der Schalungselemente entscheidend für die Qualität des fertigen Bauteils. Ungenau ausgerichtete Paneele führen zu Versätzen an der Betonoberfläche, zu undichten Fugen und zu Maßabweichungen.
Der Zentrierkonus wird an der Innenseite eines Schalungspaneels befestigt. Das Zentrierloch befindet sich im angrenzenden Paneel. Beim Zusammenfügen gleitet der Konus in das Loch und zentriert beide Elemente automatisch. Dieses System ermöglicht einen schnellen und präzisen Aufbau großer Schalungswände, ohne dass jedes Paneel einzeln mit Wasserwaage und Maßband ausgerichtet werden muss.
Das Prinzip ähnelt dem Dübel-Prinzip im Holzbau, ist jedoch für die deutlich höheren Belastungen und engeren Toleranzen des Betonbaus ausgelegt.
Anwendung
Zentrierkonus und Zentrierloch kommen vor allem bei Systemschalungen für Wände, Stützen und andere vertikale Betonbauteile zum Einsatz. Sie gehören zur Standardausstattung von Schalungssystemen namhafter Hersteller wie Doka, PERI und Harsco.
Auf der Baustelle beschleunigen sie den Schalungsaufbau erheblich. Nach dem Ausschalen werden die Konusse entfernt und wiederverwendet. Die verbleibenden Löcher im Beton werden mit Reparaturmörtel verschlossen.
Verwandte Begriffe
- Schalung
- Ankerstab
- Ausschalen
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