Was ist Dünnmörtel?
Dünnmörtel (auch Dünnbettmörtel genannt) ist ein feiner, schnell trocknender Klebemörtel, mit dem Steine oder Blöcke mit einer Fugenstärke von nur 2 bis 3 Millimetern gemauert werden können. Er wird bei maßgenauen Elementen wie Kalksandstein, Porenbeton (Ytong) oder Bims verwendet, wo kein Standard-Mauermörtel mit 10 bis 15 mm nötig ist.
Eigenschaften von Dünnmörtel
- Feine Körnung — meist kleiner als 1 mm
- Hohe Haftung — starke Verklebung zwischen Stein und Mörtel
- Schnell verarbeitbar — trocknet und härtet schneller als normaler Mörtel
- Plastisch — fließt gut, sackt aber nicht durch
Anwendung
Dünnmörtel wird vor allem verwendet für:
- Kalksandstein-Plansteine — im Wohnungsbau für Innen- und Außenwände
- Porenbeton (Ytong, Hebel) — bei dämmenden tragenden oder nichttragenden Wänden
- Bims- und Leichtbetonblöcke — für schnelle und glatte Wände
- Renovierung — bei Mauerwerk ohne Platz für dicke Fugen
Verarbeitung
- Anmischen — Trockenmörtel mit der richtigen Wassermenge zu cremiger Masse rühren
- Auftragen — mit speziellem Zahnkamm oder Mörtelschlitten über den Block
- Setzen — Block direkt nach dem Auftragen lot- und waagerecht setzen
- Schnell arbeiten — offene Zeit beträgt meist 5–10 Minuten
Vorteile
- Schmale Fugen — strafferes Bild, weniger Nachbearbeitung nötig
- Weniger Wärmebrücke — dünne Fuge beeinflusst die Dämmung weniger
- Schnelleres Arbeiten — mehr m² Wand pro Tag
- Geringere Heizverluste — bei Porenbeton bleibt die Dämmung integral
Einschränkungen
- Strenge Maßtoleranzen — Blöcke müssen exakt passen, sonst entstehen Spalten
- Begrenzte Haftung bei unebener Oberfläche — ebene Steine sind erforderlich
- Nicht für Standardziegel — dort verwendet man normalen Mauermörtel
Verwandte Begriffe
- Mauermörtel
- Kalksandstein
- Porenbeton
- Klebemörtel
- Offene Zeit
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