Ein Dock ist ein abgeschlossenes Wasserbecken, meist absperrbar durch eine Schleuse oder ein Docktor, in dem Schiffe gebaut, repariert oder umgeschlagen werden können — unabhängig von Tide und Strömung. Docks sind ein wesentlicher Bestandteil von Häfen und Werften.
Arten von Docks
Im Wasserbau werden verschiedene Typen unterschieden:
Trockendock
Ein Dock, das nach dem Einfahren des Schiffes leergepumpt wird. Das Schiff ruht auf Kielblöcken, sodass der Schiffsboden für Wartung, Anstrich oder Reparaturen zugänglich wird.
Nassdock
Ein Dock, das ständig auf einem hohen Pegel gehalten wird, unabhängig von der Tide. Besonders in Häfen mit großem Tidenhub eingesetzt, damit Schiffe immer auf gleicher Höhe mit dem Kai liegen.
Schwimmdock
Ein Ponton mit hohlen Wänden, der durch Fluten der Ballasttanks abgesenkt wird. Das Schiff fährt ein, dann wird das Dock leergepumpt und schwimmt mit dem Schiff trocken auf dem Deck nach oben.
Baudock
Ein temporäres oder dauerhaftes Dock für den Bau großer Betonbauteile wie Caissons, Tunnelsegmente oder Senkkästen, die später schwimmend transportiert werden.
Bautechnische Aspekte
Beim Bau eines Docks treffen viele Disziplinen aufeinander:
- Wasserdichte Auskleidung — meist aus Stahlbeton mit Schlitzwänden
- Wasserhaltung — um das Dock leer pumpen zu können
- Schleusentore — zum Abschließen des Beckens
- Kielblöcke — zur Auflagerung der Schiffe
- Kräne und Kaianlagen — für Umschlag und Reparatur
Anwendung
Bekannte Beispiele sind die Trockendocks der Werften in Hamburg und Bremerhaven sowie die Baudocks, in denen Elemente für Sturmflutsperrwerke gebaut werden.
Verwandte Begriffe
- Schleuse
- Caissonbauweise
- Schlitzwand
- Wasserhaltung
- Baugrube
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