Die Mohs-Härteskala ist eine Skala von 1 bis 10, die die Ritzhärte von Mineralen angibt. Sie wurde 1812 vom deutschen Mineralogen Friedrich Mohs aufgestellt. Das Prinzip ist einfach: ein Mineral mit einer höheren Zahl ritzt ein Mineral mit einer niedrigeren Zahl.
Die zehn Referenzminerale
| Wert | Mineral |
|---|---|
| 1 | Talk |
| 2 | Gips |
| 3 | Calcit |
| 4 | Fluorit |
| 5 | Apatit |
| 6 | Feldspat (Orthoklas) |
| 7 | Quarz |
| 8 | Topas |
| 9 | Korund |
| 10 | Diamant |
Die Skala ist relativ, nicht linear: Diamant (10) ist in Wirklichkeit um ein Vielfaches härter als Korund (9).
Anwendung im Bau
- Naturstein wählen — Blaustein und Marmor (Calcit, ca. 3) sind weicher und kratzempfindlicher als Granit (Quarz und Feldspat, ca. 6-7)
- Arbeitsplatten und Böden — Granit und Quarzkomposit sind sehr kratzfest; Marmor und Kalkstein kratzen schneller
- Schneller Feldtest — ein Fingernagel hat eine Härte von ca. 2,5, ein Stahlmesser ca. 5,5; damit lässt sich grob abschätzen, wie hart ein Stein ist
Worauf achten
Ritzhärte sagt etwas anderes aus als Bruchempfindlichkeit: Diamant ist sehr hart, aber spaltbar. Für Böden und Arbeitsplatten ist ein hoher Mohs-Wert vor allem gegen alltägliche Kratzer günstig.
Verwandte Begriffe
- Naturstein
- Granit
- Blaustein
- Marmor
- Quarz
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