Was ist die ionische Ordnung?
Die ionische Ordnung ist eine der klassischen griechischen Säulenordnungen, erkennbar an einer schlanken, kannelierten Säule mit einem Kapitell, das zwei spiralförmige Schnecken (Voluten) trägt. Die Ordnung entstand im östlichen, ionischen Teil der griechischen Welt und steht zwischen der strengen dorischen und der reichen korinthischen Ordnung.
Merkmale
Die ionische Ordnung ist an mehreren festen Bauteilen zu erkennen:
- Voluten — das Kapitell hat zwei eingerollte Schnecken, das kennzeichnendste Merkmal.
- Schlanke Säule — die Säule ist schlanker als die dorische; das Verhältnis von Höhe zu Durchmesser ist größer.
- Basis — anders als die dorische Säule steht die ionische Säule auf einer profilierten Basis.
- Kanneluren — der Schaft hat tiefe senkrechte Rillen, getrennt durch schmale Stege.
- Gebälk — das Gebälk ist oft mit einem durchlaufenden Fries verziert.
Anwendung und Bedeutung
Die ionische Ordnung wurde in der griechischen Antike viel für Tempel verwendet, etwa das Erechtheion auf der Akropolis von Athen. In der römischen Zeit und später in Renaissance und Klassizismus wurde die Ordnung als eine der festen “Ordnungen” übernommen, mit denen Gebäude entworfen wurden. Die zierlichen Voluten machen die Ordnung geeignet für repräsentative Fassaden, Eingänge und Säulenreihen. Zusammen mit der dorischen und korinthischen Ordnung bildet sie die Grundlage der klassischen Architektur.
Verwandte Begriffe
- Dorisch
- Korinthisch
- Kompositordnung
- Säule
- Ordnung
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.