Eine Bewehrungsmatte (im Niederländischen auch Betongaas genannt) ist ein werkseitig geschweißtes Gitter aus Stahldrähten, das als Bewehrung in Betonbauteile eingelegt wird. Die Drähte sind in regelmäßigen Abständen rechtwinklig verschweißt und bilden so eine flächige Verstärkung, die den Beton gegen Zugkräfte und Rissbildung schützt.
Typen und Maße
Bewehrungsmatten sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich:
- Lagermatten (Q-Matten): Standardmaße von 2,15 x 5,00 m, mit gleicher Bewehrung in beiden Richtungen. Gängige Typen: Q188 (6 mm Draht, 150 mm Abstand), Q257 (7 mm Draht), Q335 (8 mm Draht).
- R-Matten: Unterschiedliche Bewehrung in Längs- und Querrichtung, für einseitig belastete Bauteile.
- Rollenmatten: Dünnere Drähte (4-6 mm), aufgerollt geliefert, leichter zu transportieren. Ideal für kleinere Projekte.
- Sondermatten: Nach Maß gefertigt für spezielle Anforderungen.
Anwendung
Bewehrungsmatten werden überall dort eingesetzt, wo flächige Betonbauteile verstärkt werden müssen:
- Bodenplatten: Standardanwendung im Wohn- und Gewerbebau.
- Streifenfundamente: Als obere und untere Bewehrung.
- Kellerwände: In Kombination mit vertikaler Bewehrung.
- Estrich und Industrieböden: Gegen Rissbildung durch Schwinden.
- Gartenwege und Einfahrten: Für langlebige Betonflächen.
Tipps für Heimwerker
- Übergreifung: Matten müssen sich an den Stößen um mindestens 30 cm überlappen und mit Draht verbunden werden.
- Abstandhalter verwenden: Die Matte muss auf Abstandhaltern liegen, damit die vorgeschriebene Betondeckung eingehalten wird.
- Nicht auf dem Boden liegen lassen: Eine Matte, die am Boden der Schalung aufliegt, hat keine Wirkung. Sie muss im unteren Drittel des Betonquerschnitts positioniert sein.
- Zuschnitt: Bewehrungsmatten können mit einem Bolzenschneider oder Winkelschleifer zugeschnitten werden.
Verwandte Begriffe
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