Die Dachschalung ist eine flächige Holzverkleidung aus Brettern oder Plattenwerkstoffen, die auf den Dachsparren befestigt wird und als tragende Unterlage für die Dacheindeckung oder Dachabdichtung dient.
Aufbau und Konstruktion
Die Dachschalung wird direkt auf die Sparren genagelt oder geschraubt und bildet eine geschlossene Fläche. Im Gegensatz zur Dachlattung, bei der einzelne Latten mit Abständen auf den Sparren befestigt werden, entsteht bei der Schalung eine durchgehende Ebene.
Typische Materialien für die Dachschalung sind:
- Rauspund-Bretter: Gehobelte Bretter mit Nut und Feder, die ineinandergreifen und eine dichte Fläche bilden.
- OSB-Platten: Grobspanplatten, die großformatig und schnell zu verarbeiten sind.
- Sperrholzplatten: Mehrschichtig verleimtes Holz mit hoher Formstabilität.
- Massivholzbretter: Einfache, ungehobelte Bretter als wirtschaftliche Lösung.
Die Brettdicke liegt meist zwischen 18 und 24 mm, je nach Sparrenabstand und Belastung.
Funktionen
Die Dachschalung erfüllt mehrere Aufgaben im Dachaufbau:
- Tragfunktion: Sie nimmt die Lasten der Dacheindeckung auf und leitet sie an die Sparren weiter.
- Aussteifung: Sie versteift die Dachkonstruktion und verhindert das Kippen der Sparren.
- Unterlage: Sie bietet eine ebene Fläche für die Unterspannbahn und die Eindeckung.
- Wärmedämmung: Sie wirkt als zusätzliche Dämmschicht, wenn auch geringfügig.
Anwendung
Eine vollflächige Dachschalung ist zwingend erforderlich bei bestimmten Eindeckungsarten wie Bitumenschindeln, Metallstehfalzdeckung oder Schieferdeckung. Auch bei Reetdächern und begrünten Dächern dient eine Schalung als Basis.
Bei der Verarbeitung muss auf ausreichende Belüftung geachtet werden. Zwischen Schalung und Unterspannbahn sollte ein Belüftungsraum vorhanden sein, um Feuchtigkeit abzuführen und Schäden am Holz zu vermeiden.
Verwandte Begriffe
- Dacheindeckung
- Dachkonstruktion
- Dachlattung
- Sparren
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