Was ist Craquelé?
Craquelé ist ein feines, unregelmäßiges Netzwerk von haarfeinen Rissen in einer Oberflächenschicht, wie der Glasur auf Fliesen, einem Farbanstrich oder der Oberfläche von Beton. Der französische Begriff wird im Bauwesen verwendet, um oberflächliche Rissmuster zu beschreiben.
Wie entsteht Craquelé?
- Trocknungsschwund — die Oberfläche trocknet schneller als die Unterschicht
- Temperaturunterschiede — ungleichmäßige Ausdehnung verschiedener Materialien
- Alterung — chemischer Abbau von Bindemitteln in Farbe oder Glasur
- Elastizitätsunterschied — eine steife Oberschicht auf einem flexiblen Untergrund reißt bei Verformung
Anwendung
Craquelé tritt im Bauwesen in verschiedenen Formen auf:
- Betonplatten und -böden — oberflächliche Schwindrisse
- Gestrichene Fassaden — verwitterte Farbschichten zeigen Craquelé
- Keramikfliesen — Glasurrisse bei zu schnell abgekühlten Fliesen
- Putzwerk — feine Risse durch Trockenschwund
- Dekorativ — Craquelé wird manchmal bewusst als Ziertechnik eingesetzt
Craquelé vermeiden
Bei Beton: ausreichende Nachbehandlung. Bei Farbe: richtige Grundierung und nicht zu dicke Schichten. Bei Keramik: Glasur und Scherben müssen in der Wärmeausdehnung aufeinander abgestimmt sein.
Verwandte Begriffe
- Schwinden
- Schwindriss
- Beton
- Putzwerk
- Glasur
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