Bodenverbesserung ist das Baureifmachen eines weichen oder nicht ausreichend tragfähigen Untergrunds, indem der Boden ausgetauscht, verdichtet, entwässert oder verfestigt wird. Ziel ist es, die Tragfähigkeit zu erhöhen und die Setzung zu begrenzen, damit eine Gründung sicher und ohne Schiefstellung ausgeführt werden kann.
Methoden der Bodenverbesserung
- Bodenaustausch — den weichen Boden entfernen und mit gut verdichtbarem Sand oder Schotter auffüllen (Sandbett). Häufig bei flach liegenden weichen Schichten.
- Vorbelastung — das Gelände vorübergehend mit zusätzlichem Boden aufschütten, damit sich der Untergrund vorab setzt (konsolidiert), bevor gebaut wird.
- Vertikaldräns — senkrechte Dräns einbringen, die das Porenwasser schneller abführen, sodass der Boden schneller konsolidiert.
- Bodenverdichtung — den vorhandenen Boden mit Rüttelwalzen, Fallgewichten oder Rüttlern verdichten.
- Bodeninjektion und Stabilisierung — den Boden mit Zement, Kalk oder Injektionsmörtel (Grout) verfestigen.
Anwendung
Bodenverbesserung kommt zum Einsatz, wenn eine Flachgründung nicht möglich ist, eine teure Pfahlgründung aber vermieden werden soll. Beispiele:
- Baureifmachen von Baugelände in weichen Ton- und Torfgebieten
- Straßen, Parkplätze und Industrieböden auf schwachem Untergrund
- Aufschüttungen und Deichkörper
Die Wahl der Methode hängt von der Bodenart, der Dicke der weichen Schicht, dem Grundwasserstand und der zulässigen Setzung ab. Eine Baugrunduntersuchung vorab ist dabei notwendig.
Verwandte Begriffe
- Bodenverdichtung
- Sandbett
- Vorbelastung
- Setzung
- Bodenmechanik
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