Die Bodenmechanik ist der Zweig der Bautechnik, der untersucht, wie sich Boden unter Belastung verhält: wie fest und zusammendrückbar der Boden ist, wie sich Wasser darin verhält und wie stark ein Bauwerk absinken wird. Sie bildet zusammen mit der Gründungstechnik die Grundlage der Geotechnik.
Was untersucht die Bodenmechanik?
- Tragfähigkeit — wie viel Last der Boden tragen kann, ohne zu versagen
- Setzung — wie stark und wie schnell der Boden unter einem Bauwerk zusammensackt
- Wasserdruck — die Rolle des Grundwassers und die Verteilung zwischen Korn- und Wasserdruck
- Stabilität — das Versagen von Böschungen, Aufschüttungen und Baugruben
Bedeutung für den Bau
Die Bodenmechanik ist bei fast jedem Bauprojekt unentbehrlich:
- Gründungswahl — bestimmen, ob ein Gebäude flach (auf dem Boden) oder auf Pfählen gegründet werden muss
- Setzungsberechnung — Vermeiden von Schiefstellung und Rissen durch ungleiche Setzung
- Erdbau und Baugruben — sicheres Entwerfen von Böschungen, Spundwänden und Wasserhaltung
- Straßen und Deiche — Beherrschen von Setzung und Stabilität von Aufschüttungen
Die benötigten Daten stammen aus der Baugrunduntersuchung, etwa aus Drucksondierungen und Bohrungen. Mit diesen Informationen berechnet der Statiker oder Geotechniker eine sichere und wirtschaftliche Gründung.
Verwandte Begriffe
- Geotechnik
- Baugrunduntersuchung
- Tragfähigkeit
- Setzung
- Korndruck
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.