Eine Blockbohle ist ein schweres, massives Schnittholz mit einer Stärke von mindestens 40 Millimetern und einer Breite, die deutlich größer als die Dicke ist. Sie dient im Blockhausbau als tragendes Wandelement.
Eigenschaften und Herstellung
Blockbohlen werden aus Nadelhölzern wie Fichte, Kiefer oder Lärche hergestellt. Das Rundholz wird im Sägewerk zu rechteckigen oder profilierten Bohlen zugeschnitten. Typische Abmessungen liegen bei 60 bis 120 Millimetern Dicke und 150 bis 240 Millimetern Höhe. Die Länge entspricht meist der Wandlänge und kann bis zu 12 Meter betragen.
Moderne Blockbohlen sind häufig mit Nut-und-Feder-Profilen versehen, die eine wind- und regendichte Verbindung der einzelnen Bohlenlagen gewährleisten. Zwischen die Lagen wird ein Dichtband oder eine Dichtschnur eingelegt. Hochwertige Blockbohlen werden kammergetrocknet, um den Feuchtegehalt auf etwa 15 bis 18 Prozent zu reduzieren und das spätere Schwinden zu minimieren.
Neben massiven Vollholzbohlen gibt es auch mehrschichtige Leimholzbohlen (Duo- oder Trio-Bohlen), bei denen zwei oder drei Lamellen kreuzweise verleimt werden. Diese verziehen sich weniger und bieten bessere Wärmedämmwerte.
Anwendung
Im Blockhausbau bilden Blockbohlen die tragenden Außen- und Innenwände. Sie werden horizontal aufeinandergestapelt und an den Ecken durch verschiedene Eckverbindungen wie Kreuzverkämmung, Schwalbenschwanzverbindung oder Tiroler Schloss miteinander verbunden. Das entstehende Blockbohlenhaus ist eine vollständig tragende Massivholzkonstruktion.
Blockbohlen finden auch Verwendung im Garten- und Landschaftsbau für Gartenhäuser, Carports und Saunen sowie im Innenausbau für rustikale Wandverkleidungen. Bei der Planung muss die natürliche Setzung des Holzes von etwa 3 bis 5 Prozent berücksichtigt werden.
Verwandte Begriffe
- Blockhaus
- Kantholz
- Brettschichtholz
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