Bims (Bimsstein) ist ein vulkanisches Gestein, das durch seine extreme Porosität und sein geringes Gewicht gekennzeichnet ist. Es entsteht bei Vulkanausbrüchen, wenn gasreiche Lava schnell abkühlt und erstarrt. Die eingeschlossenen Gasblasen bilden unzählige kleine Hohlräume, die dem Bims seine typischen Eigenschaften verleihen.
Eigenschaften
Bimsstein ist so leicht, dass er auf Wasser schwimmen kann. Seine Rohdichte liegt je nach Herkunft zwischen 300 und 900 kg/m3 und ist damit deutlich geringer als die meisten anderen Gesteine. Die Farbe variiert von hellgrau über gelblich bis hin zu bräunlich.
Trotz seines geringen Gewichts besitzt Bims eine erstaunliche Druckfestigkeit. Die poröse Struktur sorgt gleichzeitig für gute Wärmedämmeigenschaften und macht das Material zu einem natürlichen Isolator. Bims ist nicht brennbar und hat eine hohe Beständigkeit gegen Frost und Chemikalien.
Anwendung im Bauwesen
- Zuschlagstoff für Leichtbeton: Die häufigste Verwendung im Bauwesen ist als Zuschlagstoff in Bimsbeton. Anstelle von schwerem Kies oder Splitt wird Bims dem Beton beigemischt, um leichtere Bauteile herzustellen.
- Hohlblocksteine: Aus Bimsbeton werden Hohlblocksteine gefertigt, die sich durch ihr geringes Gewicht und ihre guten Dämmeigenschaften auszeichnen.
- Schüttdämmung: Gemahlener Bims wird als lose Schüttung zur Wärme- und Schalldämmung in Böden und Decken eingesetzt.
- Putz und Mörtel: Bimsmehl dient als Leichtzuschlag in Putzen und Mörteln, um das Gewicht zu reduzieren und die Verarbeitbarkeit zu verbessern.
Vorkommen und Gewinnung
Bedeutende Bimsvorkommen befinden sich in der Eifel (Deutschland), in der Türkei, auf Island und in Italien. In der Eifel wird Bims seit dem Mittelalter abgebaut und ist traditionell einer der wichtigsten regionalen Baustoffe.
Verwandte Begriffe
- Bimsbeton
- Beton
- Zuschlagstoff
- Dämmung
- Leichtbeton
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