Baureif ist der Zustand, in dem ein Grundstück vollständig für eine Bebauung vorbereitet ist. Das bedeutet, dass sowohl die rechtlichen Voraussetzungen (Baurecht) als auch die technische Erschließung (Anschlüsse an Infrastruktur) gegeben sind.
Anwendung
Ein baureifes Grundstück ist die Voraussetzung dafür, dass mit dem Bau begonnen werden kann. Der Weg von einem unbebauten Stück Land bis zum baureifen Grundstück umfasst mehrere Schritte.
Voraussetzungen für Baureife
Rechtliche Voraussetzungen:
- Bebauungsplan: Ein rechtsverbindlicher Bebauungsplan muss vorliegen oder das Grundstück muss im Innenbereich gemäß § 34 BauGB liegen.
- Grundbucheintrag: Das Grundstück muss als eigenständiges Flurstück im Grundbuch eingetragen sein.
- Keine Hindernisse: Baulasten, Altlasten oder Naturschutzauflagen dürfen dem Vorhaben nicht entgegenstehen.
Technische Voraussetzungen:
- Straßenanschluss: Eine befestigte Zufahrt muss vorhanden sein.
- Wasserversorgung: Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz.
- Abwasserentsorgung: Kanalanschluss oder genehmigte Kleinkläranlage.
- Stromversorgung: Stromanschluss muss möglich sein.
- Telekommunikation: Anschluss an das Kommunikationsnetz.
Baureifmachung
Die Baureifmachung umfasst alle Maßnahmen, um ein Grundstück in einen bebaubaren Zustand zu versetzen: Rodung, Planierung, Altlastensanierung und Verlegung der Versorgungsleitungen bis zur Grundstücksgrenze.
Tipps für Heimwerker
Prüfe vor dem Grundstückskauf genau, ob das Grundstück bereits baureif ist. Erschließungskosten können je nach Lage zwischen 10.000 und 30.000 Euro oder mehr betragen und werden oft unterschätzt.
Verwandte Begriffe
- Baugrundstück
- Bebauungsplan
- Bauantrag
- Baugrube
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