Baumasse ist das Gesamtvolumen und die dreidimensionale Form eines Gebäudes, einschließlich aller umbauten Räume. Sie wird in Kubikmetern berechnet und ist eine wichtige Kennzahl in der Bauleitplanung.
Anwendung
Die Baumasse spielt vor allem in der Planung und Genehmigung von Bauprojekten eine zentrale Rolle. Sie bestimmt, wie viel Volumen auf einem Grundstück gebaut werden darf.
Berechnung der Baumasse
Die Baumasse wird nach den Vorgaben der Baunutzungsverordnung (BauNVO) berechnet:
- Grundfläche × Höhe: Das Volumen ergibt sich aus der Grundfläche des Gebäudes multipliziert mit der Höhe von der Geländeoberfläche bis zur Oberkante der Dachhaut.
- Einbezogene Bauteile: Alle vollständig umschlossenen Räume zählen zur Baumasse, einschließlich Keller und Dachgeschoss.
- Ausgenommen sind in der Regel offene Balkone, Terrassen und nicht vollständig umschlossene Bereiche.
Baumassenzahl (BMZ)
Die Baumassenzahl gibt an, wie viel Kubikmeter Baumasse pro Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig ist. Beispiel: Bei einer BMZ von 3,0 und einem 500 m² großen Grundstück darf die Baumasse maximal 1.500 m³ betragen.
Bedeutung für Heimwerker
Wer ein Haus plant oder erweitert, muss die zulässige Baumasse kennen. Sie steht im Bebauungsplan der Gemeinde. Überschreitungen können zur Ablehnung des Bauantrags führen. Bei Anbauten oder Aufstockungen ist daher immer zu prüfen, ob die verbleibende Baumasse ausreicht.
Verwandte Begriffe
- Bebauungsplan
- Baugrundstück
- Bauantrag
- Baustil
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