Die Außendämmung der Fassade ist das Anbringen einer Dämmschicht an der Außenseite der Fassade, die anschließend verputzt (ein Putzsystem, auch WDVS bzw. ETICS genannt) oder mit einer vorgehängten Fassadenbekleidung abgeschlossen wird. Die Dämmung liegt hierbei vor der tragenden Konstruktion, wodurch die Masse der Wand innerhalb der thermischen Hülle bleibt.
Anwendung
Die Außendämmung wird häufig bei Sanierungen und bei Neubauten eingesetzt, wenn Wärmebrücken vermieden werden sollen. Da die Dämmung durchgehend über die gesamte Fassade verläuft — einschließlich Stürzen, Stützen und Anschlüssen — werden Schwachstellen in der Hülle stark reduziert. Die innere Masse (etwa Beton oder Ziegel) bleibt auf der warmen Seite und wirkt als Puffer, was das Raumklima stabiler macht.
Merkmale
Ein Putzsystem besteht aus Dämmplatten (oft Mineralwolle oder EPS), die auf die Fassade geklebt und verankert werden, darüber eine Armierungsschicht und ein Oberputz. Bei einem vorgehängten System wird die Fassadenbekleidung auf Abstand auf einer Unterkonstruktion montiert, mit einer belüfteten Luftschicht zwischen Dämmung und Bekleidung. Beide Lösungen verbessern den Dämmwert, ohne Wohnfläche im Innenraum zu verlieren.
Verwandte Begriffe
- fassade
- dämmung
- fassadenbekleidung
- fassadenverputzung
- luftschicht
- mineralwolle
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