Zielbilder sind visuelle und beschreibende Darstellungen der gewünschten Endsituation eines Bauprojekts, eines Stadtviertels oder einer Gebietsentwicklung. Sie werden verwendet, um Beteiligten, Auftraggebern und Ausführenden ein gemeinsames Bild davon zu vermitteln, worauf man hinarbeitet — bevor ein konkreter Entwurf vorliegt.
Warum Zielbilder?
In der Vorbereitungsphase eines Projekts fehlt oft noch ein detaillierter Entwurf. Zielbilder schließen diese Lücke:
- Kommunikation — ein Bild macht komplexe Ambitionen schnell verständlich
- Zusammenarbeit — verschiedene Parteien arbeiten mit demselben Endbild im Kopf
- Überprüfung — spätere Entwürfe können an den Zielbildern gemessen werden
- Partizipation — Bewohner können sich anhand erkennbarer Bilder einbringen
Formen von Zielbildern
Zielbilder können verschiedene Formen annehmen:
- Stimmungsbilder — Skizzen oder Künstlerimpressionen der gewünschten Ausstrahlung
- Referenzbilder — Fotos bestehender Situationen, die als Vorbild dienen
- Schematische Grundrisse — grobe Aufteilungen oder Strukturen
- Textliche Beschreibungen — Kernqualitäten in Worten festgehalten
Anwendung
Zielbilder kommen unter anderem zum Einsatz bei:
- Städtebaulichen Plänen — für Viertel, Ortskerne oder Gewerbegebiete
- Gebietsvisionen — bei Landschafts- oder Naturentwicklung
- Gestaltungsleitfäden — als Rahmen für die Gestaltungssatzung
- Sanierungsprojekten — um Bewohner mitzunehmen
- Klimaanpassung — bei Begrünung und Wasserrückhalt in Wohngebieten
Punkte zu beachten
- Nicht zu konkret — Raum für Ausarbeitung lassen
- Nicht zu vage — ein erkennbares Bild ist stärker als lose Begriffe
- Eindeutige Sprache — Missverständnisse zwischen Beteiligten vermeiden
Verwandte Begriffe
- Bebauungsplan
- Städtebau
- Gestaltungsbeirat
- Architektur
- Raumordnung
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.