Die Regenwasserableitung umfasst alle Rinnen, Rohre und Einrichtungen, die Regenwasser von Dach und Befestigung kontrolliert abführen. Nachfolgend einige konkrete Beispiele aus der Praxis.
Beispiele für Ableitungssysteme
- Kastenrinne mit Fallrohr — eine hölzerne oder zinkene Rinne entlang der Traufe, die über ein oder mehrere Fallrohre zum Kanal oder Garten führt. Als Faustregel wird oft ein Standard-Fallrohr (Ø 70–100 mm) je etwa 40–80 m² Dachfläche angesetzt.
- Halbrundrinne — eine halbrunde Rinne auf Haltern am Stirnbrett, bei vielen Wohnhäusern üblich.
- Innenliegende Entwässerung beim Flachdach — ein Ablauf durch das Dachpaket, immer kombiniert mit einem Notablauf (Überlauf) für den Fall, dass der Hauptablauf verstopft.
- Verdeckte Rinne — eine Rinne, die außer Sicht hinter dem Dachrand liegt.
Abkopplung und Versickerung
Zunehmend wird das Regenwasser nicht in den Kanal geleitet, sondern abgekoppelt und im Boden versickert:
- Kiesschlitz — ein mit Kies gefüllter Graben, in dem das Wasser versickert
- Rigolen — Kunststoffkörper unter der Erde mit viel Hohlraum
- Retentionsdach oder Gründach — puffert Wasser auf dem Dach und leitet es verzögert ab
Zu beachten
- Ausreichendes Gefälle in der Rinne (etwa 1–2 mm pro Meter) zum Ablauf hin
- Ein Laubfang oben am Fallrohr gegen Verstopfung
- Bei Versickerung Abstand zur Fassade halten, um Feuchteschäden zu vermeiden
Verwandte Begriffe
- Regenwasserableitung
- Kastenrinne
- Halbrundrinne
- Notablauf
- Kiesschlitz
- Retentionsdach
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