Holzzerstörende Insekten sind Käfer und Larven, die sich von Holz ernähren und Gänge hineinfressen, wodurch das Holz von innen geschwächt wird. Sie bilden zusammen mit Pilzen (Holzfäule) die wichtigste Form des biologischen Holzbefalls in Gebäuden. Den meisten Schaden richten die Larven an, nicht die erwachsenen Käfer.
Häufige Holzinsekten
- Gewöhnlicher Holzwurm — die Larve des Nagekäfers; hinterlässt kleine runde Ausfluglöcher (etwa 1 bis 2 mm) und feines Bohrmehl. Vor allem in feuchterem Holz
- Hausbock — große Larven, die vor allem Nadelholz befallen und kräftige, ovale Löcher und erheblichen Schaden verursachen; kann Konstruktionsholz ernsthaft schwächen
- Holzwespe und Splintholzkäfer — befallen bestimmte Holzarten oder das Splintholz
Wie erkennt man Befall?
- Ausfluglöcher — runde oder ovale Löcher in der Holzoberfläche
- Bohrmehl — Häufchen feinen Pulvers unter oder neben dem Holz
- Weiches oder hohl klingendes Holz — beim Anstechen sinkt eine Ahle leicht ein
- Nagegeräusche — beim Hausbock in stillen Räumen manchmal hörbar
Anwendung und Bekämpfung
- Feuchtigkeit beseitigen — viele Holzinsekten gedeihen bei höherem Feuchtegehalt; Lüften und Feuchtequellen beseitigen ist die Grundlage
- Bekämpfung — Behandlung mit einem Holzschutzmittel oder, bei starkem Befall, eine spezialisierte Behandlung
- Befallenes Konstruktionsholz — lassen Sie bei tragenden Teilen (Balken, Binder) immer die Festigkeit beurteilen; stark befallenes Holz muss verstärkt oder ersetzt werden
- Vorbeugung — verwenden Sie behandeltes oder von Natur aus dauerhaftes Holz und halten Sie es trocken
Zu beachten
Unterscheiden Sie aktiven von altem, inaktivem Befall: saubere, helle Löcher mit frischem Bohrmehl deuten auf aktive Aktivität hin.
Verwandte Begriffe
- Holzfäule
- Holz
- Holzverbindungen
- Lüftung
- Baufeuchte
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