Die High-Tech-Architektur ist eine Strömung, bei der das Tragwerk, die Installationen und die technischen Bauteile nicht versteckt, sondern gerade sichtbar und bildbestimmend gemacht werden. Leitungen, Träger, Aufzüge und Treppen sitzen oft an der Außenseite. Nachfolgend einige berühmte Beispiele.
Bekannte Gebäude
- Centre Pompidou, Paris (Renzo Piano und Richard Rogers, eröffnet 1977) — das Musterbeispiel: Leitungen, Rolltreppen und die stählerne Fachwerkkonstruktion liegen vollständig außen, in Farbcodes gestrichen.
- Lloyd’s building, London (Richard Rogers, 1986) — mit Aufzügen, Treppenhäusern und Leitungsschächten an der Fassade, damit der Innenraum flexibel bleibt.
- HSBC-Hauptsitz, Hongkong (Norman Foster, 1985) — eine an Stahlmasten aufgehängte Konstruktion, die das Erdgeschoss freihält.
- Sainsbury Centre, Norwich (Norman Foster, 1978) — eine große, stützenfreie Halle mit Technik in der Fassadenzone.
Wiederkehrende Merkmale
- Sichtbares Tragwerk — Stahlträger, Zugstangen und Knotenpunkte als Schmuck
- Installationen außen — Lüftungskanäle, Leitungen und Aufzüge an der Fassade
- Flexibler, offener Grundriss — weil Kern und Technik an den Rand verlegt sind
- Industrielle Materialien — Stahl, Glas und Aluminium, oft in kräftigen Farben
Anwendung
Der Stil kam in den 1970er- und 1980er-Jahren auf und wird vor allem bei Büros, Museen und öffentlichen Gebäuden mit großen, stützenfreien Räumen eingesetzt.
Verwandte Begriffe
- High-Tech
- Baustil
- Tragwerk
- Stahl
- Vorhangfassade
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