Welche Fundamentuntersuchungen gibt es?
Eine Fundamentuntersuchung umfasst alle Verfahren, mit denen der Zustand und die Tragfähigkeit eines Fundaments beurteilt werden. Je nach Fragestellung reicht dies von der Archivrecherche bis zum tatsächlichen Freilegen eines Pfahlkopfes.
Arten der Untersuchung
An einem Wohnhaus können verschiedene Untersuchungen eingesetzt werden, oft in Kombination:
- Schreibtisch- oder Archivrecherche: Auswertung von Bauplänen und Fundamentdaten, um den ursprünglichen Fundamenttyp zu bestimmen.
- Drucksondierung (CPT): Eine Sonde wird in den Boden gedrückt, um den Bodenaufbau und die Tragfähigkeit zu erfassen.
- Grundwasserstandsmessung: Über Pegelrohre wird gemessen, ob der Grundwasserstand zu niedrig steht, was Holzpfähle trockenlegt und Pfahlfäule verursacht.
- Fundamentinspektion über Schürfgraben: Durch Ausschachtung wird ein Holzpfahlkopf freigelegt und visuell beurteilt.
- Holzprobenuntersuchung: Proben werden im Labor auf Pilz- und Bakterienbefall untersucht.
- Fugen- und Rissmessung: Der Verlauf von Mauerwerksfugen und Rissen wird gemessen, um Setzungen nachzuweisen.
- Bauaufnahme: Eine allgemeine Inspektion des baulichen Zustands des Gebäudes.
Anwendung
Die Wahl der Untersuchung hängt vom Anlass ab, etwa Rissbildung, ein Kauf oder geplante Arbeiten beim Nachbarn. Gemeinsam ergeben die Untersuchungen ein zuverlässiges Bild der Fundamentqualität und bestimmen, ob eine Fundamentsanierung notwendig ist.
Verwandte Begriffe
- Fundamentuntersuchung
- Drucksondierung
- Pegelrohr
- Pfahlfäule
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