Die Eisheiligen sind eine Reihe von Namenstagen Mitte Mai, die in der Bauernregel traditionell das letzte Risiko für Nachtfrost markieren. Es handelt sich um eine alte Faustregel, nicht um eine exakte Vorhersage.
Die Tage
Die Eisheiligen umfassen folgende Namenstage:
- Mamertus (11. Mai)
- Pankratius (12. Mai)
- Servatius (13. Mai)
- Bonifatius (14. Mai)
- Sophia, die “kalte Sophie” (15. Mai)
Bedeutung für Garten und Bau
Die Faustregel besagt, dass frostempfindliche Pflanzen erst nach den Eisheiligen, also nach Mitte Mai, ins Freie gestellt werden. Auch frostempfindliche Arbeiten im Freien werden traditionell danach geplant. Dazu zählen bestimmte Beton-, Putz- und Maurerarbeiten, die Schaden nehmen können, wenn es friert, bevor das Material ausreichend erhärtet ist.
Wie verlässlich ist das?
Wichtig zu betonen: Die Eisheiligen sind Volksweisheit, eine Faustregel und keine Garantie. Durch den Klimawandel tritt später Nachtfrost seltener auf als früher. Nutze die Eisheiligen daher als groben Anhaltspunkt in der Planung, stütze Entscheidungen aber stets auf die aktuelle Wettervorhersage und die Anforderungen des Materials.
Verwandte Begriffe
- Frost
- Frostgrenze
- Frostrand
- Frostbeständigkeit von Beton
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