Glas ist ein transparentes, amorphes Material, das hart, aber spröde ist und sich im Bauwesen durch hohe Lichtdurchlässigkeit, chemische Stabilität und elektrische Isolation auszeichnet. Diese Kombination macht Glas für Fenster, Fassaden und viele weitere Anwendungen unverzichtbar.
Anwendung
Die physikalischen Eigenschaften bestimmen, wo und wie Glas eingesetzt wird. Glas ist amorph: Die Moleküle besitzen keine regelmäßige Kristallstruktur, weshalb es beim Erhitzen allmählich weich wird, statt bei einem scharfen Schmelzpunkt zu schmelzen. Das Material ist hart und kratzfest, zugleich aber spröde und bricht plötzlich ohne Vorwarnung.
Glas besitzt eine gute Druckfestigkeit, jedoch eine geringe Zugfestigkeit. Belastungen durch Biegung oder Zug sind daher kritischer als Druckkräfte, und Brüche gehen oft von kleinen Oberflächenbeschädigungen aus.
Merkmale
Chemisch ist Glas nahezu inert: Es widersteht den meisten Säuren, Laugen und Witterungseinflüssen, was es in der Fassade langlebig macht. Langanhaltende Feuchtigkeit kann jedoch zu Glaskorrosion führen.
Wichtig ist die Empfindlichkeit gegen Thermoschock. Glas dehnt sich bei Erwärmung aus; große Temperaturunterschiede innerhalb einer Scheibe können Spannungsbrüche verursachen. Gehärtetes Glas erhöht die Beständigkeit. Zudem ist Glas elektrisch isolierend und hat eine hohe Lichtdurchlässigkeit.
Verwandte Begriffe
- Glas
- Bauglas
- Doppelglas
- Glaskorrosion
- Spiegelglas
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