Eine klassische westeuropäische Kirche ist aus einer Reihe fester Bauteile aufgebaut, die zusammen die Kreuzform und die auf den Altar gerichtete Ausrichtung bilden. Die Kenntnis dieser Teile hilft beim Lesen von Bauzeichnungen und beim Benennen historischer Kirchen. Nachfolgend die Hauptbauteile, grob vom Eingang zum Altar.
Die Hauptbauteile
- Langhaus (Mittelschiff) — der zentrale, langgestreckte Raum für die Gläubigen
- Seitenschiffe — die niedrigeren Räume links und rechts, durch Säulen oder Pfeiler getrennt
- Obergaden (Lichtgaden) — der obere Teil der Mittelschiffwand mit Fenstern, über den Seitenschiffdächern
- Querschiff (Transept) — der Querarm, der dem Bau die Kreuzform gibt
- Vierung — der Kreuzungspunkt von Lang- und Querschiff, oft mit Vierungsturm oder Kuppel
- Chor — der erhöhte Teil hinter der Vierung, um den Altar
- Apsis — der halbrunde oder polygonale Abschluss am Chorende
- Chorumgang und Kapellenkranz — ein Gang um den Chor mit angebauten Kapellen
- Turm — meist an der Westseite, mit den Glocken
Konstruktive Bauteile
- Gewölbe — die gemauerte Überdachung, etwa Kreuz- oder Rippengewölbe
- Strebepfeiler und Strebebögen — nehmen den seitlichen Gewölbeschub auf
- Narthex oder Portal — die überdachte Eingangshalle
Zu beachten
- Nicht jede Kirche hat alle Bauteile; eine einfache Saalkirche hat etwa kein Querschiff und keine Seitenschiffe
- Die Ausrichtung ist traditionell: Chor im Osten, Turm im Westen
Verwandte Begriffe
- Langhaus
- Querschiff
- Apsis
- Gewölbe
- Strebepfeiler
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