Was ist ein Ziborium?

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Ein Ziborium ist eine freistehende, auf Säulen ruhende Überdachung (Baldachin) über einem Altar, Taufbecken oder Grab in einer Kirche. Es markiert einen heiligen Ort und ist ein häufiges Element in der frühchristlichen, romanischen und barocken Kirchenarchitektur.

Merkmale

Ein Ziborium ist erkennbar an:

  • Vier Säulen — meist aus Marmor oder Stein, die die Überdachung tragen
  • Kuppel oder Zeltdach — die Oberseite als kleine Kuppel, Pyramide oder Satteldach
  • Zentrale Position — über dem Altar im Chor der Kirche
  • Reiche Dekoration — oft verziert mit Mosaiken, Reliefs oder Vergoldung

Anwendung

Ziborien kommen vor in:

  • Frühchristlichen Basiliken — wie dem Petersdom in Rom
  • Romanischen Kirchen — als Markierung des Hauptaltars
  • Barockkirchen — Berninis berühmter Baldachin im Petersdom (1633)
  • Gotischen Kirchen — seltener, aber manchmal bei Taufbecken

Unterschied zum Baldachin

  • Ziborium — eine steinerne oder marmorne Konstruktion auf Säulen
  • Baldachin — ursprünglich eine Stoffüberdachung, später auch für monumentale Konstruktionen

Verwandte Begriffe

  • Baldachin
  • Altar
  • Säule
  • Basilika
  • Kuppel

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