Verschlammung ist der Prozess, bei dem feine Sand-, Ton- oder organische Teilchen (Schlamm) sich allmählich ablagern und in einem Gewässer, einer Leitung, einem Filter oder einem Boden ansammeln, wodurch der Durchfluss oder die Wasserdurchlässigkeit abnimmt. Es ist ein häufiges Problem bei Gräben, Dränagerohren, Regenwasserschächten und Bodenfiltern.
Wie entsteht Verschlammung?
Schlamm besteht aus feinen Teilchen, die vom fließenden Wasser mitgeführt werden. An Stellen, wo das Wasser langsamer wird oder steht, sinken die Teilchen ab und bleiben liegen. Wichtige Ursachen:
- Niedrige Strömungsgeschwindigkeit — bei breiten oder flachen Wasserläufen sinkt die Geschwindigkeit und Schlamm setzt sich ab
- Pflanzenwuchs — Wurzeln und Blätter halten Schlamm fest
- Erosion angrenzender Böden — bei Regen werden Bodenpartikel in Gräben und Schächte gespült
- Zu feiner Drainagekies — ohne Geotextil verstopft das System mit der Zeit
Anwendung und Probleme
Verschlammung spielt eine Rolle bei:
- Gräben und Wasserläufen — verringerte Abflusskapazität, höheres Hochwasserrisiko
- Dränage unter Gebäuden und Straßen — Grundwasser wird nicht mehr abgeleitet, mit nassen Kriechräumen und Setzungen als Folge
- Versickerungsanlagen — Sickerrigolen, Sickerkästen und Mulden verlieren ihre Wirkung
- Regenüberlaufbecken — müssen regelmäßig entleert werden
- Brunnen und Beobachtungsrohre — Messfehler und reduzierte Ergiebigkeit
Vorbeugung und Wartung
- Geotextil — beim Bau von Dränagen und Versickerungen als Filterschicht gegen eindringenden Schlamm
- Ausreichendes Gefälle — meist 1:200 bis 1:500
- Vorbecken vor Versickerung — um groben Schlamm aufzufangen
- Regelmäßiges Ausbaggern — Gräben alle 5–10 Jahre vertiefen
- Spülen — Dränagerohre können unter Druck gereinigt werden
Verwandte Begriffe
- Dränage
- Sedimentation
- Regenüberlaufbecken
- Versickerung
- Geotextil
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