Was ist Trockenverglasung?
Trockenverglasung ist eine Verglasungsart, bei der das Glas im Rahmen ohne Dichtstoff oder Kitt befestigt wird und ausschließlich vorgeformte Dichtprofile aus Gummi, EPDM, Neopren oder Silikon zum Einsatz kommen. Das Glas wird trocken in den Glasfalz geklemmt und bleibt dabei luft- und wasserdicht.
Wie funktioniert die Trockenverglasung?
Bei der Nassverglasung wird das Glas mit Dichtstoff oder Kitt im Falz fixiert. Bei der Trockenverglasung übernehmen vorgeformte Dichtprofile diese Aufgabe. Die Profile liegen beidseitig am Glas an und bilden eine elastische Abdichtung.
Das Glas ruht auf Klötzen und wird durch die Dichtungen gegen die Glasleiste gepresst. Durch ihre Elastizität halten die Profile das Glas mittig im Falz und können Temperaturbewegungen aufnehmen, ohne dass die Dichtung versagt.
Anwendung
- Holzfenster — besonders im modernen Holzbau und in der Sanierung
- Kunststofffenster — fast immer als Trockenverglasung ausgeführt
- Aluminiumfenster — mit EPDM-Profilen in Nut oder Klemmprofil
- Stahlfenster — bei dünnen Profilen mit Klemmdichtung
- Sanierung — beim Austausch der Verglasung im Bestandsfenster
Hinweise
- Profile passend zur Glasdicke und zum Falzmaß wählen
- Verklotzungspunkte korrekt platzieren, damit das Glas nicht klemmt
- Belüftung und Entwässerung des Glasfalzes sicherstellen
- Trocken- und Nassverglasung im selben Detail vermeiden
- Auf UV-Beständigkeit und Dauerhaftigkeit der Profile achten
Verwandte Begriffe
- Verglasung
- Innenverglasung
- Außenverglasung
- Falz
- Isolierglas
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