Tauchen ist das vollständige oder teilweise Eintauchen eines Baumaterials in eine Flüssigkeit, um es zu durchtränken, zu schützen oder mit einer Beschichtung zu versehen. Es ist eine jahrhundertealte Technik, die noch immer im Holzbau, in der Metallbearbeitung und bei Natursteinrestaurierung eingesetzt wird.
Verschiedene Anwendungen
Tauchen kommt auf mehreren Wegen zum Einsatz:
Holz tauchen
Hölzerne Balken, Pfähle oder Latten werden in ein Becken mit Holzschutzmittel getaucht. Die Flüssigkeit dringt tief in die Poren ein und schützt vor Pilzen, Insekten und Holzfäule. Bei Vakuum-Druckimprägnierung wird die Eindringtiefe maximiert.
Ziegel tauchen
Trockene Ziegel werden vor dem Verarbeiten kurz in Wasser getaucht. Dadurch entziehen sie dem Mörtel kein Wasser mehr, was die Haftung verbessert.
Metall tauchen
Stahl kann in ein Bad aus geschmolzenem Zink getaucht werden (Feuerverzinken), wodurch ein Korrosionsschutz entsteht. Auch Phosphatbäder zur Vorbehandlung von Stahl gehören dazu.
Naturstein tauchen
Bei Restaurierungen werden poröse Steine in steinfestigende oder hydrophobierende Flüssigkeiten getaucht.
Vorteile und Hinweise
Das Tauchen bietet Vorteile gegenüber Streichen oder Spritzen:
- Vollständige Abdeckung — auch schwer erreichbare Stellen werden behandelt
- Tiefere Penetration — durch längere Kontaktzeit
- Gleichmäßige Verteilung — keine ausgelassenen Stellen
Zu beachten:
- Trockenzeit — getauchtes Material muss gut abtropfen und trocknen
- Sicherheit — Schutzkleidung bei Arbeit mit Chemikalien
- Entsorgung — Restflüssigkeit ist Sondermüll
Verwandte Begriffe
- Imprägnieren
- Feuerverzinken
- Hydrophobieren
- Holzschutz
- Vornässen
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