Schnurgerüst ist eine Hilfskonstruktion aus Brettern und Pflöcken, die um eine Baugrube herum aufgestellt wird, um die Konturen, Achsen und Höhen eines Fundaments oder Gebäudes exakt abzustecken. Es dient als Referenz während der gesamten Gründungsphase.
Anwendung
Das Schnurgerüst gehört zu den ersten Schritten auf jeder Baustelle und ist entscheidend für die Genauigkeit des gesamten Bauwerks.
Aufbau
- Pflöcke: Stabile Holzpflöcke oder Metallstäbe werden in einem Abstand von ca. 1-2 m außerhalb der geplanten Gebäudekanten in den Boden geschlagen.
- Waagerechte Bretter: Auf den Pflöcken werden waagerechte Bretter befestigt, die als Bezugshöhe dienen.
- Schnüre: Zwischen den Brettern werden Schnüre gespannt, die die Gebäudeachsen und Fundamentkanten markieren.
- Kreuzungspunkte: Dort, wo sich die Schnüre kreuzen, liegen die Eckpunkte des Gebäudes.
Wichtige Grundsätze
- Rechtwinkligkeit: Die Rechtwinkligkeit wird mit dem 3-4-5-Verfahren (pythagoräischer Lehrsatz) überprüft.
- Höhenbezug: Alle Bretter werden auf eine einheitliche Referenzhöhe ausgerichtet, meist die Oberkante des Fundaments.
- Abstand: Das Schnurgerüst steht weit genug von der Baugrube entfernt, damit es beim Aushub nicht beschädigt wird.
Tipps für Heimwerker
Ein sorgfältig aufgestelltes Schnurgerüst ist die Grundlage für ein gerades Fundament. Verwende eine Schlauchwaage oder Lasernivelliergerät für die Höhenübertragung. Prüfe die Diagonalen: Sind sie gleich lang, ist das Rechteck rechtwinklig.
Verwandte Begriffe
- Fundament
- Baugrube
- Bauprozess
- Baumethode
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