Eine Putzkammer ist ein kleiner, zweckgebundener Raum innerhalb eines Gebäudes, der zur Aufbewahrung von Reinigungsgeräten, Putzmitteln und Hauswirtschaftsbedarf dient. In der Architektur wird sie auch als Hauswirtschaftsnische oder Besenkammer bezeichnet.
Anforderungen und Ausstattung
Eine gut geplante Putzkammer verfügt über:
- Wasseranschluss – Kaltwasser und Abfluss zum Befüllen und Entleeren von Putzeimern
- Ausgussbecken – ein robustes, niedriges Becken für Schmutzwasser
- Steckdosen – zum Laden von Akkugeräten oder Anschluss eines Staubsaugers
- Belüftung – zur Vermeidung von Feuchtigkeit und Gerüchen
- Regale und Haken – zur geordneten Aufbewahrung von Besen, Wischern und Mitteln
Die Mindestgröße beträgt in der Regel 1,5 bis 2 Quadratmeter, wobei eine Tiefe von mindestens 60 Zentimetern für Stielgeräte erforderlich ist.
Anwendung
Putzkammern werden in unterschiedlichen Gebäudetypen eingeplant:
- Wohngebäude – als Nische im Flur oder unter der Treppe
- Bürogebäude – auf jeder Etage, häufig in der Nähe der Sanitärräume
- Schulen und Krankenhäuser – zentral gelegen für das Reinigungspersonal
- Hotels – als Housekeeping-Raum auf jeder Etage
In der Grundrissplanung wird die Putzkammer oft als Nebenraum vergessen, ist aber für einen reibungslosen Gebäudebetrieb unerlässlich. Bei der Bauplanung sollte sie frühzeitig berücksichtigt werden, da nachträgliche Wasser- und Abwasseranschlüsse kostspielig sind.
Verwandte Begriffe
- Hauswirtschaftsraum
- Abstellraum
- Technikraum
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