Kalkstein ist ein Sedimentgestein (Ablagerungsgestein), das zum größten Teil aus Calciumcarbonat (CaCO₃) besteht, meist in Form des Minerals Calcit. Das Gestein entsteht am Boden von Meeren und Seen durch die Anhäufung von Kalkskeletten und Muschelschalen von Organismen und teilweise durch chemische Ausfällung von Kalk aus Wasser.
Eigenschaften
- Relativ weich — Kalkstein lässt sich leichter bearbeiten als etwa Granit, ist dadurch aber auch anfälliger für Verschleiß und Verwitterung
- Porös — viele Kalksteinarten nehmen Wasser auf, was sie empfindlich gegen Frost und sauren Regen macht
- Kalkhaltig — es reagiert mit Säuren und kann sich dadurch langsam auflösen
Anwendung
Kalkstein wird auf verschiedene Weise im Bauwesen verwendet:
- Naturstein — als Fassadenverkleidung, Bodenfliesen, Fensterbänke und Zierelemente. Bekannte Arten sind französischer Kalkstein und belgischer Hartstein (ein kompakter Kalkstein)
- Rohstoff für Kalk — durch das Brennen von Kalkstein entsteht Branntkalk, die Grundlage für Kalkmörtel und Putz
- Rohstoff für Zement — Kalkstein ist der wichtigste Rohstoff bei der Herstellung von Portlandzement
- Zuschlagstoff — gebrochener Kalkstein dient als Zuschlag im Beton und als Fundament unter Straßen
Zu beachten
Da Kalkstein porös und säureempfindlich ist, ist Schutz bei Außenanwendung wichtig. In städtischer Umgebung mit Luftverschmutzung kann die Oberfläche mit der Zeit angegriffen werden. Härtere, kompakte Sorten wie Hartstein sind dauerhafter als weiche, poröse Varianten.
Verwandte Begriffe
- Naturstein
- Hartstein
- Kalk
- Zement
- Sedimentgestein
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