Kalkschlämme — niederländisch kalei — ist eine dünne, kalkgebundene Schicht, die mit einem Quast oder einer Rolle auf eine Ziegelfassade aufgetragen wird. In der Dicke liegt sie zwischen Anstrich und Putz: dicker als Farbe, aber dünner als eine echte Putzschicht, sodass die Struktur des Ziegels sichtbar bleibt. Das Ergebnis ist eine matte, leicht raue, gleichmäßige Fassade.
Eigenschaften
- Dampfoffen — die Schlämme lässt die Mauer „atmen”: Feuchte kann von innen entweichen, das beugt Feuchteschäden vor
- Füllend — kleine Unebenheiten, Haarrisse und Farbunterschiede des Ziegels werden kaschiert
- Schützend und dekorativ — die Schicht schützt vor Witterung und gibt der Fassade ein ruhiges, verwittertes Aussehen
- Charakteristisch — Ziegeltextur und Fugen bleiben durch die dünne Schicht sichtbar
Anwendung
Das Schlämmen ist eine alte Technik, vor allem an Ziegelfassaden von Kirchen, Bauernhäusern und Wohnhäusern.
Zu beachten
- Möglichst ein kalkgebundenes Produkt auf mineralischem Untergrund verwenden
- In dünnen Lagen auftragen und nicht in praller Sonne oder bei Frost — damit die Schicht ruhig trocknet und haftet
Verwandte Begriffe
- Kalk
- Fassade
- Mörtel
- Ziegel
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.