Kalksandstein ist ein künstlich hergestellter Mauerstein aus einer Mischung von Sand, gelöschtem Kalk und Wasser. Die Mischung wird in Formen gepresst und anschließend unter hohem Dampfdruck im Autoklaven ausgehärtet. Bei diesem Vorgang reagiert der Kalk mit dem Sand zu einem festen, steinartigen Material. Kalksandstein hat von Natur aus eine hellgraue bis weiße Farbe.
Eigenschaften
- Hohe Druckfestigkeit — dadurch geeignet für stark belastete, tragende Wände
- Gute Schalldämmung — dank der hohen Masse (Rohdichte)
- Maßhaltig und eben — die Steine und Elemente sind formstabil, was schnelles und genaues Mauern ermöglicht
- Nicht brennbar — Kalksandstein trägt nicht zum Brand bei
- Begrenzt witterungsbeständig an der Außenseite — daher vor allem im Innenbereich eingesetzt
Anwendung
Kalksandstein wird häufig verwendet für:
- Tragende Innenschalen — die Innenwand einer zweischaligen Konstruktion
- Wohnungstrennwände — wegen der guten Schalldämmung zwischen Wohnungen
- Nicht tragende Trennwände im Innenbereich
Das Material gibt es in zwei Hauptformen: kleine Mauersteine (Blöcke) und große Planelemente. Die großen Elemente werden mit einem Kran oder Vakuumheber gesetzt und mit Dünnbettmörtel verklebt, was die Bauzeit stark verkürzt.
Unterschied zum Ziegel
Ziegel werden in einem Ofen gebrannt; Kalksandstein härtet unter Dampfdruck aus, ohne gebrannt zu werden. Ziegel sind durch ihre Brennhaut besser gegen Witterung geschützt und werden daher häufiger in der Außenfassade eingesetzt, während Kalksandstein vor allem im Innenbereich verwendet wird.
Verwandte Begriffe
- Mauerstein
- Ziegel
- Zweischaliges Mauerwerk
- Tragende Wand
- Schalldämmung
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